Nach 6 wunderschönen und erlebnisreichen Tagen auf Praslin ging es für uns weiter in Richtung La Digue. Nach einer nur 15-minütigen Überfahrt mit dem Katamaran Cat Roses gingen wir auf der kleinsten der drei bewohnten Hauptinseln der Seychellen an Land. Nur knapp 10 km² misst die kleine Insel und viele bezeichnen La Digue als die schönste von den dreien.
Früher verkehrten auf der Insel ausschließlich Ochsenkarren als Fortbewegungsmittel. Diese gibt es auch heute noch, aber einige von ihnen wurden auch umgebaut und mit einem Motor versehen, damit der Transport der Touristen nicht allzu lange dauert.
Auf La Digue gibt es nicht mal eine handvoll Hotels, dafür ein paar mehr Gästehäuser. Wir hatten ein Superiorzimmer im Hotel Patatran Village gebucht und ließen uns voller Vorfreude hinfahren (5 Min. mit dem motorisierten Ochsenkarren). Das Patatran Village liegt wunderschön zwischen 2 Stränden, Anse Patates und Anse Gaulettes. Die Anlage besteht aus dem Haupthaus mit Eingangshalle, Superiorzimmern im Hang und Standardzimmern an der "Straße" und etwas weiter entfernt vom Strand. Die Straße habe ich in Anführungszeichen gesetzt, weil dort außer gelegentlich einem Ochsenkarren und ein paar Fahrradfahrern nicht viel entlangfuhr. Außerdem verfügt das Hotel über ein Restaurant (Halbpension ist ratsam, da man abends nicht mal eben etwas anderes um die Ecke findet), einen Pool und eine schöne gepflegte Anlage.



Die Begrüßung fand im Haupthaus mit einem Welcome-Drink und Informationen der Reiseleitung statt. Anschließend forderte uns Lindy (die gute Seele des Hotels) auf, ihr zu folgen. Sie wollte uns zu unserem Zimmer bringen. Wir haben nicht verstanden, warum wir ihr die Treppe aufwärts im Haupthaus folgen sollten, denn wir wussten aus unserer Reiseplanung, dass die Superiorzimmer im Hang zu finden sind und gesehen hatten wir das bei der Ankunft auch schon.
Im ersten Stock des Haupthauses angekommen, standen wir vor einer Tür mit der Aufschrift "Captain´s Room". Als Lindy die Tür aufschloss und uns erklärte, dass die Superiorzimmer ausgebucht sind, trauten wir unseren Augen kaum. Wir standen in der Suite des Hotels, ein riesiger Raum mit einem Himmelbett, einer freistehenden Badewanne und 3 Balkonen, von denen aus man Meer, Meer und Meer sehen konnte. Hier durften wir die nächsten 7 Tage verbringen, das war doch unmöglich!? Nein, es war tatsächlich wahr, aber wir brauchten eine ganze Weile um das zu begreifen. So etwas an so einem unfassbar schönen Ort passiert einem bestimmt nur einmal im Leben!
Hier nun aber das beschriebene in Bildern.



