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Samstag, 20. September 2008Reisebericht Mahé 2007
Mahé
Schon der Landeanflug auf den kleinen Seychelles International Airport war ein absolutes Erlebnis. Es war gerade sieben Uhr morgens, die Sonne stand noch sehr tief, strahlte aber schon kräftig auf den indischen Ozean. Egal auf welcher Seite wir aus dem Fenster geschaut haben, überall waren kleine Inseln zu sehen. Wir fühlten uns schon jetzt wie im Paradies. Kurz nach der Landung waren die ersten riesigen Granitfelsen und viele grüne Hänge zu sehen. Wir konnten es kaum erwarten auszusteigen. Die Wetterbedingungen waren ideal: schon 24 Grad, Sonne, kein Wind und eine hohe Luftfeuchtigkeit, die uns aber gar nicht zu schaffen machte. Nach den Einreiseformalitäten (vorlegen der im Flugzeug ausgefüllten Dokumente und des Reisepasses) tauschten wir ein wenig Geld in Seychellen Rupie. Anschließend empfing uns die Reiseleitung und führte uns zu einem kleinen Bus, der uns zum Hotel bringen sollte. Nicht ganz eine Stunde später waren wir in unserem Hotel Valmer Resort an der Baie Lazare angekommen. Die Baie Lazare ist ein sehr schöner Strand mit großen Felsen im Südwesten der Insel. Baden ist dort wegen gefährlicher Strömung aber nicht ratsam. Das Valmer Resort ist eine sehr schöne in den Hang gebaute Anlage. Das Valmer Resort verfügt über 2 kleine Swimmingpools, einen ganz unten am Fuß der Anlage und einen viel schöneren ganz oben. Die einzelnen Häuser bestehen jeweils aus 2 Zimmern, außer die höher gelegenen Suiten. Unser Deluxe Zimmer war sehr groß, schön eingerichtet, mit einem großen Balkon mit Blick in die herrlich grüne Landschaft auf der einen Seite und das Meer auf der anderen Seite. Von unserem Zimmer bis zum Restaurant- und Poolbereich im oberen Bereich der Anlage mussten 122 Stufen zurückgelegt werden. Aber es hat sich gelohnt. Nun aber genug der Worte, seht selbst... Eingang zum Valmer Resort und Anlage Deluxe Zimmer und Ausblick Restaurant- und Poolbereich Nachdem wir die Anlage erkundet, die Sachen ausgepackt und ein Gespräch mit der Reiseleiterin geführt hatten, machten wir uns auf den Weg zum Nachbarhotel Plantation Club, um unseren bereits in Deutschland gebuchten Mietwagen abzuholen. Es war ein kleiner Jeep von Daihatsu, eine ziemliche Klapperkiste. Nach einem kurzen Tankstop machten wir uns mit einer Straßenkarte und großem Hunger auf den Weg. Schnell hatten wir unser erstes Ziel gefunden, die Anse Takamaka mit dem Restaurant Chez Batista. Die Anse Takamaka ist eine wunderschöne, aber steinige Bucht. Vom Restaurant aus hat man eine tolle Aussicht. Nach ein paar sehr entspannten Stunden an der Anse Takamaka fuhren wir zurück zum Hotel um unsere Schnorchelausrüstung zu holen. Da die Baie Lazare wegen zu starker Strömung zum Schnorcheln ungeeignet ist, gingen wir zu Fuß zum Strand des Hotels Plantation Club. Es war niemand außer uns dort. Die Reiseführer hatten also recht, es gibt Strände auf den Seychellen, an denen man ganz allein ist. Bei unserem ersten Schnorchelgang sahen wir Seegurken, verschiedene Fische, Seeigel und Muscheln. Beim Ausruhen danach spazierte plötzlich ca. 20 Meter neben uns eine riesige Schildkröte aus dem Wasser und lief über den Strand. Es war unglaublich! Wir waren etwas traurig, dass wir keine Kamera dabei hatten, aber im Nachhinein können wir sagen, dass wir dieses Bild wohl nie vergessen werden. Am späten Nachmittag unseres Ankunftstages gingen wir noch in dem schönen Hotelpool mit Blick auf die Baie Lazare baden. Abends gab es ein sehr leckeres 3-Gänge-Menü im Hotelrestaurant. In den nächsten Tagen auf Mahé haben wir unsere Entdeckungstour fortgesetzt... - Victoria - Anse Nord Est - Beau Vallon - Anse à la Mouche - Grand Anse - Port Glaud - Port Launay - Anse Intendance - Anse Royale - Anse Soleil - Morne Seychellois Nationalpark Victoria Victoria, die Hauptstadt der Seychellen, ist mit 24000 Einwohnern die kleinste Hauptstadt der Welt. Mittelpunkt Victorias ist neben der einzigen Ampelanlage der Seychellen der Clock Tower an der Independence Avenue. Der Clock Tower ist keine Nachbildung des berühmten Big Ben, sondern des Uhrturms an der Vauxhall Bridge in London. Er war im Jahre 1903 ein Geschenk der britischen Regierung, als die Seychellen den ersten Schritt in die Unabhängigkeit machten. Es heißt, dass man in Victoria unbedingt den Markt besuchten sollte, was wir natürlich auch getan haben. Auf dem Markt gibt es frischen Fisch, frisches Obst und Gemüse und viele Gewürze. Rund um den Markt gibt es eine Menge kleiner Läden, in denen man viel stöbern kann. Bei unserem Bummel durch die Stadt sahen wir auch die wunderschöne "Cathedral of the Immaculate Conception", die Kathedrale der Maria Empfängnis. Achso, unbedingt erwähnenswert ist noch der Aussichtspunkt auf der Straße nach Victoria. Von dort hat man einen schönen Ausblick auf den Hafen von Victoria. Anse Nord Est Auf dem Weg von Victoria Richtung Norden kommt man an der Anse Nord Est vorbei. Dieser Strand ist auf Grund der Strömung zum Baden nicht geeignet, bietet aber viel Platz zum Spazieren und einen schönen Ausblick rüber nach Praslin. Beau Vallon Die Baie Beau Vallon ist mit ca. 3 Kilometern der längste und touristisch erschlossenste Strandabschnitt auf Mahé. Es gibt einige Hotels und Restaurants hier, auf Urlauber und Einheimische warten viele Wassersportmöglichkeiten. Beim Schnorcheln kann man hier nichts entdecken, da es ein purer Sandstrand ist. Wir haben die Zeit am Beau Vallon damit verbracht uns an einem der vielen Stände eine frische Kokosnuss zu kaufen, Frisbee zu spielen und natürlich zu baden. Besonders für mich war es hier durch die ruhigen und strömungsfreien Wellen sehr angenehm. Nach einem sehr schönen Sonnenuntergang besuchten wir zum Abendessen die Baobab Pizzeria, lt. Reiseführer sollte es hier die wohl besten Pizzen der Seychellen zu akzeptablen Preisen aus dem Steinbackofen geben. Und so war es auch. Wir haben Pizza Margarita und Lasagne gegessen, sehr lecker und mit 115 SR (ca. 19 €) wirklich preiswert. Die nächtliche Rückfahrt zu unserem Hotel durch die Inselmitte war furchtbar anstrengend. Es kam alles zusammen: die absolute Dunkelheit, der Linksverkehr, die Abgründe (es gibt keine Leitplanken auf den Seychellen) und die Wärme. Der falsche Abzweig, den wir zwischendurch gewählt hatten, machte es nicht besser. Nach 1 1/2 Stunden hatten wir endlich ziemlich erschöpft unser Hotel erreicht. Ich glaube René hat es nicht als so anstrengend empfunden, aber ich würde eher davon abraten, nachts auf den Seychellen Auto zu fahren... Anse à la Mouche Die Anse à la Mouche ist eine kleine und sehr hübsche Bucht, die im Südwesten der Insel zu finden ist und mit ihrem schützenden Korallenriff zum Baden einlädt. Grand Anse Die Grand Anse liegt im Westen der Insel und sollte auf keinen Fall zum Baden genutzt werden, auf den Bildern könnt ihr auch gut erkennen warum... Port Glaud Einige Kilometer weiter nördlich liegt der Ort Port Glaud mit der vorgelagerten île Thérèse und diesen einheimischen Spinnen, von denen eine Menge am Strand von Port Glaud zwischen den Bäumen hingen. Vom Ort aus führt ein Weg zu einem auch auf der Inselkarte markierten Wasserfall. Nach einer ca. 20 minütigen Wanderung, vorbei an Bananenbäumen, kleinen Häusern und Wellblechhütten kamen wir an einen Punkt, an dem der Weg endete. Ein Junge kam aus einem Haus auf uns zu und fragte, ob wir zum Wasserfall wollen. Wir bejahten das. Er führte uns daraufhin auf die Terrasse des Hauses, wo wir nach Zahlung von 25 SR (ca. 4 €) p.P. "Eintritt" in ein Buch unsere Namen, unser Hotel und unser Herkunftsland eintragen sollten. Anschließend zeigte uns der Junge noch kurz die Richtung, die wir jetzt nehmen sollten, diese führte übrigens mitten durch den Garten des Hauses. Ein paar Minuten später waren wir an einem idyllisch gelegenen Wasserfall angekommen, unserer Meinung nach haben sich Weg und Eintritt gelohnt... Port Launay Nur wenige Kilometer hinter dem Ort Port Glaud wird die Straße immer enger. Wir haben die Straße trotzdem noch ein ganzes Stück bis zu ihrem Ende verfolgt. Der ganze westliche Inselteil wurde unter Naturschutz gestellt, daher geht es hier mit dem Auto nicht weiter. Auf der Rückfahrt entdeckten wir diesen wunderschönen Strand, der zum Port Launay Meeresnationalpark gehört. Die Aussicht auf diesen Abschnitt von Port Launay war so beeindruckend, es fiel uns wirklich schwer weiterzufahren... Aber auch am Strand selbst war es sehr schön, wir verbrachten einige Stunden hier mit baden, sonnen und schnorcheln. Anse Intendance Die Anse Intendance liegt im Südwesten von Mahé und gehört zu den schönsten Stränden der Insel. Das Baden macht hier vor allem Wellenliebhabern, wie René einer ist, viel Spaß. Direkt an der Anse Intendance liegt das 5* Luxushotel Banyan Tree Resort. Anse Royale Die Anse Royale ist im Südosten der Insel zu finden. Die Bucht ist sehr flach und mit vielen alten Booten besetzt. Wir haben hier nur einen Fotostop eingelegt, es schien, als würde der Strand fast ausschließlich nur von Einheimischen genutzt werden. Anse Soleil Eine kleine schöne Sandbucht im Südwesten der Insel mit schönem Ausblick auf den Westen von Mahé, zum Schwimmen und Schnorcheln sehr gut geeignet. Direkt am Strand befindet sich das Anse Soleil Café, ein kreolisches Restaurant. René hat ein Red Snapper Steak gegessen und ich ein Chicken Curry, es war sehr sehr lecker und wir empfehlen es gerne weiter. Morne Seychellois Nationalpark Um auf der Insel von Westen nach Nordosten zu kommen, muss man durch den Morne Seychellois Nationalpark fahren. Eine enge und sehr kurvenreiche Straße führt durch den unter Naturschutz stehenden Park. Höchster Punkt im Nationalpark mit 905 Metern ist der Morne Seychellois. Diese wunderschöne Aussicht haben wir von der Straße durch den Nationalpark genießen dürfen...
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