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Sonntag, 10. Dezember 2006Reisebericht Amsterdam 2006
Arne und ich haben jeweils unsere Partner Melle und René im November mit einem Wochenende in Amsterdam überrascht. Die beiden wussten nur, dass sie Freitag Urlaub nehmen müssen und dass wir erst am Sonntag wiederkommen werden.
Am Freitag ging es dann sehr früh los, denn mittags wollten wir in Amsterdam ankommen. Auf der Autobahn haben wir dann Melle und René raten lassen wo es hingeht, wobei René ziemlich schnell darauf kam. Die beiden haben sich sehr gefreut... Nach ca. 1 1/2 Stunden Fahrt haben wir auf einem Parkplatz erstmal eine Frühstückspause eingelegt. Melle hatte ein leckeres Frühstückspaket vorbereitet...
Dann ging es weiter und es dauerte nicht mehr lange, bis wir die Grenze überfuhren und schon Amsterdam auf den Hinweisschildern lesen konnten. Um ca. 12:30 Uhr kamen wir beim Parkhaus unseres Hotels an. Wir fuhren rein, aber es war alles besetzt. Wir sahen einen Fahrstuhl und einen Parkhauswächter. Also ging ich fragen, wo wir denn parken könnten und er sagte doch tatsächlich, dass wir mit dem Auto in diesen Fahrstuhl rein müssen und auf das Dach fahren sollen. Der Fahrstuhl war sehr sehr klein für ein Auto, aber es passte irgendwie. Es gab eine Ampel in dem Fahrstuhl, die aber nichts anzeigte, als wir drin standen. Die Türen vom Auto konnten wir auf Grund der Enge nicht mehr öffnen, also warteten wir. Ca. 5 Minuten später kam endlich der Parkhauswächter und belehrte uns, dass wir ein kleines Stück weiter vorfahren müssen. Und tatsächlich: die Ampel zeigte grün und wir fuhren auf das Dach. Und dort war auch noch ein Platz frei. Das war ziemlich aufregend, aber der Blick über Amsterdam beruhigte uns schnell... Leider haben wir nach dem Ausladen keinen Fahrstuhl für Fußgänger entdeckt, d.h. wir mussten unsere Klamotten 6 Stockwerke die Treppen runtertragen. Na ja, ist ja nicht weiter schlimm, der Weg vom Parkhaus zum Hotel war dafür nicht weit. Übrigens, ein Tag parken in einem Parkhaus in Amsterdam kostet ca. 30 €!!! Hier haben wir gewohnt: Nachdem wir uns alle kurz frischgemacht hatten, begannen wir unsere Entdeckungstour. Wir gingen einfach erstmal los. Nach ca. einer 1/4 Stunde trafen wir auf einen Ausgangspunkt für Grachtenrundfahrten am Heinekenplein, gegenüber der 135 Jahre alten Heineken-Brauerei. Wir entschieden uns für eine 1 1/2 stündige Rundfahrt um einen ersten Eindruck über die Stadt zu gewinnen. Die Rundfahrt kostet 8 € pro Person. Und los ging es...vorbei an Hausbooten, dem Amstel Hotel und sehr schönen Häusern, die direkt an den Grachten stehen. Das kleinste Haus in Amsterdam: Das älteste Haus (1590) in Amsterdam: Und weiter ging es durch das "Venedig des Nordens" durch die Heren-, Keizers- und Prinsengracht. Noch etwas Interessantes über Hausboote: Der Liegeplatz für ein Hausboot kostet ca. 200.000 €, das Hausboot an sich ca. 100.000 €. Damit ist ein Hausboot ziemlicher Luxus! Nach der schönen Grachtenfahrt sind wir noch durch einen Supermarkt geschlendert und haben ein paar Getränke und Naschsachen mitgenommen. Gegessen haben wir abends in einem Steakhouse in der Nähe vom Rembrandtplein, anschließend waren wir am Rembrandtplein in einem Irish-Pub. Gegen Mitternacht sind wir alle sehr erschöpft ins Bett gefallen. Am Samstag nach dem Frühstück machten wir uns zu Fuß auf den Weg um unsere Entdeckungstour fortzusetzen. Wir schlenderten über den Blumenmarkt, der nur wenige Meter vom Hotel entfernt ist... ...über den Muntplein gingen wir dann durch noch recht leere Shopping-Gassen... ...über den Dam (Palast und Madame Tussaud)... ...zur Centraal Station (leider wurde hier gerade viel gebaut) und zum Fahrradbahnhof... Vom Hauptbahnhof aus starten die meisten Grachtenfahrten, wie man auf den Bildern gut erkennen kann. Über 550.000 Fahrräder gibt es in Amsterdam. Es ist ein sehr beliebtes Fortbewegungsmittel, da die Stadt stets von Staus verstopft und zugeparkt ist. Die Fahrräder sehen fast alle ziemlich alt aus, ansonsten würden sie wahrscheinlich auch ziemlich schnell gestohlen werden. Beim Hauptbahnhof gibt es einen Fahrradbahnhof. Hier parken mehrere Hundert Räder... Vom Hauptbahnhof aus gingen wir weiter durch die Straßen, Gassen und Grachten von Amsterdam... An der Prinsengracht entdeckten wir dann das Anne-Frank-Haus. Es ist heute ein Museum, in dem man unter anderem das Originaltagebuch von Anne Frank anschauen kann. Viele Menschen wollen das Anne-Frank-Haus besuchen, deshalb war auch eine lange Schlange vor dem Haus. Ebenfalls an der Prinsengracht entdeckte ich dann ein richtig schickes Hausboot. Für mich war es das schönste Hausboot, das ich an diesem Wochenende gesehen hatte. Eine Weile später kamen wir auch zum Leidseplein... und zum Museumplein. Nach diesem kilometerlangen Marsch durch Amsterdam gingen wir zurück zum Hotel um eine kurze Pause einzulegen. Anschließend sind Arne und René in einen Pub gegangen, Melle und ich haben einen Shoppingbummel gemacht. Abends waren wir am Rembrandtplein bei einem Italiener essen. Danach sind wir zum Grachtenanleger am Hauptbahnhof gegangen und haben eine Grachtenfahrt "bei Nacht" gemacht. Die Tickets hatten wir schon mittags am Anleger gekauft, weil wir gelesen hatten, dass es sicherer ist schon vorher die Karten zu kaufen. Das war wohl auch ganz gut so, denn das Boot war bis auf den letzten Platz voll. Diese Fahrt war richtig schön. Fast alle Brücken, durch die man fährt, sind beleuchtet. Hier zum Beispiel die Magere Brug, die bekannteste Brücke Amsterdams. Nach der "Lichterfahrt" bummelten wir noch kurz durch Chinatown, ein Viertel gemischt aus altholländischer Architektur, Rotlichtszene und chinesischer Kultur. Dann ging es noch auf einen Absacker in eine Bar am Rembrandtplein. Am Rembrandtplein gibt es übrigens ein Kino namens "Tuschinski", in dem sich Königin Beatrix gerne mal blicken lässt. Da wir unbedingt noch die Waage, die Magere Brücke und die Blaue Brücke besuchen wollten, nutzten wir den Sonntag vormittag für einen Ausflug zu diesen 3 Punkten. Die Waage De Waag, das älteste Bauwerk Amsterdams, steht mitten auf dem Nieuwmarkt. Im 15. Jahrhundert war es ein Stadttor, im 17. Jahrhundert wurde es zur Stadtwaage, heute sitzt dort ein Institut für neue Medien und ein Caférestaurant. Die Magere Brücke De Magere Brug, die bekannteste Brücke Amsterdams. Für die Durchfahrt von Schiffen lässt sich der Mittelteil der Holzbrücke öffnen. Die Blaue Brücke De Blauwbrug...der Name stammt von der blau gestrichenen Holzbrücke, die hier vorher stand. Heute ist die Farbe nicht mehr blau. Gegen 14 Uhr holten wir das Auto wieder vom Dach des Parkhauses und fuhren Richtung Heimat. Vom Dach des Parkhauses ging unser Blick noch einmal über die Dächer von Amsterdam in Richtung Hauptbahnhof. Zum Schluss noch ein paar Eindrücke, die ich unbedingt "typisch Amsterdam" nennen möchte... Trackbacks
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Kommentare
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Tolle Überraschung, die Ihr Euren Glücksgatten bereitet habt.
Hi Ihr Zwei,
eine gelungene Stadtbeschreibung und Bebilderung von Amsterdam. Die vielen schönen Häuser, lustig mit den Fensterläden. Die Grachtenfahrten gehören zu einem Amsterdambesuch dazu, sie sind bestimmt ein besonderes Erlebnis. Die schönen Hausboote ein besonderer Reiz, aber auch ganz schön teuer. Dass es diese grüne Pflanze Gruß M&M Hallo Ihr Zwei,
da habt Ihr aber einen richtig tollen ausführlichen Bericht geschrieben. Es war richtig schön mit Euch dort. Gerne und bald wieder Liebe Grüße Melle Hallo Ihr Beiden,
Schöner Reisebericht ! Amsterdam ist aber auch wirklich eine schöne Stadt mit vielen Sehenswürdigkeiten. Wünsche Euch beiden viel Spaß auf jeder Reise und auch sonst immer, Grüße, Daniel Toll Euer Reiseeinblick durch Amsterdam.
War bestimmt spannend bis zuletzt. Eure Steffi Hi Ulrike, wie du siehst, habe ich es doch noch geschafft deine schön gestaltete Seite zu besuchen. Ich war auch noch nicht in Amsterdam. Habe jetzt noch mehr Lust bekommen.
Werde auch mal meine Frau damit überraschen. Gruß Bernd Kommentar schreiben
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