In diesem Jahr haben wir ganz kurzfristig beschlossen wieder ein paar Tage mit meinen Eltern in den schönen Harz zu fahren. Also fuhren wir am Pfingstmontag recht früh los.
Meine Eltern waren schon einen Tag vorher gefahren. Als wir ankamen haben wir uns erst mal alle in
Altenbrak zum Forellenessen getroffen. Dort gibt es super leckere frische und geräucherte Forellen.
Danach haben wir kurz unser Ferienhäuschen, das Hexenstübchen in Treseburg an der Bode, begutachtet und sind dann weiter zum Josephskreuz gefahren.
Das
Josephskreuz ist das größte eiserne Doppelkreuz der Welt. Es wurde 1896 aus 123 Tonnen Eisen erbaut. Diese Eisenkonstruktion wird mit 100.000 Nieten zusammengehalten. Nach 200 Stufen hat man in 38 m Höhe einen herrlichen Ausblick über den Südharz. Wir konnten sogar den Kyffhäuser sehen. Die Konstruktion wurde 2003 umfassend saniert und rekonstruiert. Der Eintritt beträgt 2 € für Erwachsene. Das Josephskreuz befindet sich auf dem Auerberg bei Stolberg.
Johann Wolfgang von Goethe sagte einmal: "Um zu begreifen, dass der Himmel überall blau ist, braucht man nicht um die Welt zu reisen."

06.06.2006
Am Dienstag machten wir uns auf den Weg nach
Braunlage. Auf dem Weg dorthin machten wir einen Zwischenstopp in der Nähe von Elend und hatten richtig Glück...
In Braunlage machten wir eine Seilbahnfahrt auf den
Wurmberg. Mit der längsten Kabinenbahn Niedersachsens fährt man in ca. 15 Minuten zur Spitze des Wurmbergs auf eine Höhe von 971 m über dem Meeresspiegel und hat einen herrlichen Ausblick auf die Landschaften des Harzes. Wir hatten unter anderem eine tolle Sicht auf den Brocken.






Sogar die gerade auf den Brocken fahrende Dampflokbahn haben wir vom Wurmberg aus gesehen...
Auf dem Wurmberg gibt es auch eine recht moderne Skisprungschanze, im Winter werden dort auch Wettkämpfe ausgetragen. Für einen Euro hat man die Möglichkeit auf die Sprungschanze zu gehen und dort in über 1000 m Höhe die Aussicht zu genießen.

Nachdem wir wieder auf dem "Boden" angekommen waren, sind wir noch ein wenig durch Braunlage gebummelt. Dann haben wir uns mit Hunger auf den Weg zu
Kukki´s Erbsensuppenstand nach Drei-Annen-Hohne gemacht. In der Nähe von Elend gibt es auch einen Stand, aber der liegt nicht so schön am Bahnhof wie in Drei-Annen-Hohne.
Bei Kukki´s gibt es absolut leckere Erbsensuppe und am Wochenende auch Kesselgulasch. Ich bin eigentlich überhaupt kein Fan von Erbsensuppe, aber die schmeckt richtig gut. Also, unbedingt einkehren und probieren!!!
07.06.2006
Schon vor dem Urlaub hatten wir im Internet entdeckt, dass man auf dem
Okerstausee bei Goslar eine Rundfahrt mit dem Schiff machen kann. Also machten wir uns heute auf den Weg zum Okerstausee. Dort beschlossen wir, dass eine Rundfahrt sich nicht lohnt. Man würde dort fast nur im Kreis fahren und für 1 1/2 Stunden 7,50 € bezahlen. Es ist eher etwas für Senioren, die auf dem Schiff Kaffee und Kuchen genießen wollen.

Wir sind dann mit dem Auto zur Okertalsperre gefahren und hatten eine tolle Sicht.
Weil Goslar nur noch ein paar Kilometer vom Okerstausee entfernt ist beschlossen wir weiterzufahren. Und das hat sich wirklich gelohnt.
Goslar ist eine wunderschöne Stadt mit Weltkulturerbe. Fast nur Fachwerkhäuser, kleine Gassen mit einem hindurchfließenden Bach und ein wunderschöner Marktplatz.
Hier ein paar Eindrücke:






Hier im Wirtshaus "Butterhanne" haben wir nach unserem Stadtbummel gegessen. Unser Tipp: unbedingt die "Wirtshaus-Krüstchen" probieren. Das sind ganz zarte Stückchen Schinkenfleisch mit einer Barbecuesoße und dazu eine Ofenkartoffel mit Kräuterquark. Das ist sooo lecker!
Wir beide waren total begeistert von Goslar, hier würde ich sogar mal für einen Wochenendausflug herkommen.
Auf dem Weg zurück nach Treseburg fuhren wir durch Bad Harzburg und nutzten das für einen kurzen Stop beim
Radau-Wasserfall...
Diesen Tag haben wir mit einem Grillabend an der Bode ausklingen lassen...
08.06.2006
Diesen Tag haben wir ganz gemütlich angehen lassen. Erstmal, wie schon gestern, ganz gemütlich an der Bode gefrühstückt. Herrlich!
Danach sind wir nach
Blankenburg gefahren und waren ein wenig bummeln und schauen. Dabei sind diese Aufnahmen vom Rathaus und dem Renaissanceschloss entstanden.



Anschließend haben wir uns auf die Suche nach der
Teufelsmauer gemacht. Felswände ziehen sich als 3 km lange Kette vom Stadtrand Blankenburgs bis nach Timmenrode. Diese Sandsteinformationen sind 80 Mio. Jahre alt. Besonders imposant sind am Anfang die Großvaterklippen und am Ende das Hamburger Wappen. Leider haben wir den Anfang des Wegs nicht gefunden, in der Mitte zwischen Blankenburg und Timmenrode haben wir einen Weg gefunden. Diesen Weg sind wir dann bis zum Hamburger Wappen gegangen. Beeindruckende Bilder, oder?






09.06.2006
Es war die totale Entspannung angesagt. Bestes Wetter, nur Sonne, kaum Wind. Einfach herrlich. Wir haben uns an die Bode gesetzt, die Beine hochgelegt, uns gesonnt und sonst nichts getan. Abends haben wir dann alle das Eröffnungsspiel der Fußball-WM genossen.
10.06.2006
Das Frühstück haben wir heute ausfallen lassen. Wir sind gegen mittag zu Kukki´s gefahren und haben dort gegessen. Dann haben wir eine Fahrt mit der
Harzquerbahn von Drei-Annen-Hohne nach Wernigerode-Westerntor gemacht. Wir haben die ganze Fahrt über draußen gestanden. Es ist einfach toll diesem Fahrgeräusch zuzuhören und sich den Dampf durch die Haare wehen zu lassen...
Nach einem Bummel in Wernigerode fuhren wir wieder zurück nach Drei-Annen-Hohne und dann mit dem Auto zurück nach Treseburg.
Wieder in Treseburg angekommen, haben wir unseren letzten Abend mit Grillen genossen.
11.06.2006
Bevor wir uns verabschiedeten, haben wir noch diese schönen Bilder von
Treseburg gemacht.
Und hier haben wir gewohnt, im Hexenstübchen direkt neben dem Bodeschlößchen.

Treseburg ist ein ganz kleiner Ort im Bodetal. Total idyllisch gelegen direkt an der Bode. Es ist ein idealer Ausgangspunkt für die Erkundung des Harzes. Ein paar Tage direkt an der Bode geben unglaublich viel neue Kraft. Es ist unheimlich ruhig dort. Abends fährt kaum noch ein Auto, manchmal eine halbe Stunde keins. Man hört nur die Bode rauschen und man schläft so fest wie man es zu Hause kaum schafft. Am schönsten wohnt man in der Straße "An der Halde", weil man dort direkt an der Bode ist. Entspannung pur...
Neugierig geworden??? Dann einfach mal ab in den Harz, es lohnt sich. Versprochen!