Im Sommer 2004 haben wir, zusammen mit unseren Freunden Christin und Mirco, 2 Wochen Winterurlaub in Mayrhofen gebucht.
Mirco und René fahren schon seit Jahren Ski und sind auch schon einige Male zu zweit losgefahren, diesmal sollten wir Mädels mit, Ski fahren lernen.
Anfang März ging es dann also los Richtung Österreich...
Geplant war mit 2 Autos zu fahren, doch es kam alles anders als gedacht und so mussten wir mit einem Auto auskommen. Auf dem Dach haben wir einen Skisarg anbauen lassen, damit wir alle Sachen untergebracht bekommen. Wir fuhren um Mitternacht los, die Autobahnen waren schön leer. Die Fahrt war kaum anstrengend. Es gab keinen Stau und dadurch, dass wir alle einen Führerschein haben, brauchte niemand länger als 2 Stunden am Stück fahren.
Knappe 11 Stunden später sind wir in Mayrhofen angekommen. Mayrhofen liegt direkt an der Ziller im Zillertal.
Nachdem wir unsere 90m² große, sehr gemütliche Ferienwohnung unter die Lupe genommen hatten, fuhren wir einkaufen und packten dann unsere Koffer aus.
Im Erdgeschoss dieses Hauses hatten wir unsere Ferienwohnung.
Und hier seht Ihr unser Wohnzimmer und die Aussicht, die wir von dort aus auf die Berge hatten.
6 Tage Skischule haben wir gleich vor Ort gebucht und am nächsten Morgen ging es sofort los. Mit der Penkenbahn fuhren wir auf den in 1.800 Metern Höhe gelegenen Berg Penken.

Die Aussicht von dort oben war herrlich.
Mittags machen alle Skifahrer Rast, auch auf dem Penken war sehr viel los.


Früh übt sich...auf dem Penken.
2 Tage Skischule und einen Unfall mit dem Schlepplift später, habe ich beschlossen auf Langlauf umzusteigen. Das gefiel mir sehr viel besser als Abfahrt. Langlauf ist um einiges anstrengender, ich bin abends totmüde in´s Bett gefallen.

Möchte man im Winterurlaub gezielt nur Langlauf machen ist Mayrhofen nicht ganz das richtige. Da gibt es schönere Orte. Wie ich gehört habe, ist St. Jakob im Defereggental ein sehr guter Ort für Langläufer.
In der ersten Woche hat es fast nur geschneit. René und ich haben einen Tag die Skier stehen gelassen und eine Winterwanderung gemacht. Es ging mit der Penkenbahn auf den Penken und dann noch ein Stück höher mit einem 3er-Sessellift. Und dann sind wir zum Penkenjoch in 2.095 Metern Höhe gewandert. So viel Schnee hatte ich noch nie gesehen...


Nach 5 Tagen Schnee hatten wir abends diese Aussicht von unserem Balkon...

Christin, Mirco und René sind eigentlich fast jeden Morgen auf den Penken gefahren. Ich war meistens morgens langlaufen und bin mittags auch auf den Penken gefahren und hab mich gesonnt. Das war sooo herrlich...
Ich wollte ja immer nicht glauben wie warm einem im Schnee sein kann, aber es ist wirklich wahr.
Dieses Bild ist am Ende der ersten Woche entstanden, da haben wir uns noch mit Jacken gesonnt. In der zweiten Woche konnten wir das mit T-Shirt tun.
Oft bin ich nach dem Langlauf auch noch wandern gegangen. Direkt von Mayrhofen aus kann man mit der Ahornbahn auf den 1.965 Meter hoch gelegenen Ahorn fahren.
Mayrhofen liegt übrigens in einer Höhe von 630 Metern.
Auf dem Ahorn gibt es einen Panoramawinterwanderweg. Wenn man gemütlich geht, hat man den Ahorn in einer Stunde umrundet.
An einem anderen Tag habe ich mich zusammen mit einer Wandergruppe auf den Weg zur Bichlalm gemacht. Mit dem Bus fährt man von Mayrhofen aus ca. eine halbe Stunde. Den Rest legt man in einer 3/4 Stunde zu Fuß zurück.

Von der Bichlalm aus kann man schon direkt rüber zum Hintertuxer Gletscher schauen.
Ca. eine 1/4 Stunde mit dem Bus von Mayrhofen aus landet man in Tux-Vorderlanersbach an der Talstation Rastkogel. Mit der Rastkogelbahn bin ich auf den in 2.500 Metern Höhe gelegenen Rastkogel gefahren.

Aus der Bahn heraus hatte ich einen wunderschönen Blick über das Tuxertal.
Oben angekommen kam mir dann auch schon mein Profiskifahrer entgegen.
Wir machten uns dann zusammen auf den Weg zur Bergrast Lämmerbichl und genossen die herrliche Aussicht.


Mit der Finkenbergbahn fuhr ich an einem anderen Tag zum Penkenjoch.
Der Ort Finkenberg ist nur ca. 5 Minuten Busfahrt von Mayrhofen entfernt.
René und ich trafen uns oben zum sonnen, umgeben von weißen Gipfeln und ausgerüstet mit Jagatee natürlich.
Highlight unserer Reise war der gemeinsame Ausflug zum Hintertuxer Gletscher.

Nach fast einer halben Stunde Fahrt mit 2maligem Umsteigen kommt man auf dem höchsten Punkt des Gletschers an.

Die gefrorene Wand befindet sich in 3.250 Metern Höhe. Dort oben war es richtig windig und sehr kalt und es war ne Menge los.

Wäre es nicht so kalt gewesen, hätte uns die Aussicht noch stundenlang gefesselt...






Ein Blick auf die Karte der Ski & Gletscherwelt Zillertal 3000 zeigt, wie viele Möglichkeiten zum Skifahren es gibt.
Eine Gefahr besteht, wenn man ein mal in den Winterurlaub gefahren ist: man möchte immer wieder fahren. Ich war nie wirklich interessiert an Urlaub im Schnee, aber seit René mir gezeigt hat, wie schön es sein kann Wintersonne zu genießen, möchte ich am liebsten sofort wieder losfahren.
Also, mein Tipp für alle, die bisher nie im Winterurlaub waren: einfach mal ausprobieren!
Es gibt so viele Möglichkeiten. Abfahrtsski, Langlaufski, Wandern, Sonnen, Kaiserschmarrn essen, Jagatee trinken und und und...
Auf geht´s!!!